DER FÄHRT NICHT MEHR IM REGEN
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Es ist ein 1303 S Bj.2-74 und ist seit fast 30 Jahren in meinem Besitz. Natürlich nicht so wie er hier zu sehen ist.
Bis etwa 1997 fuhr ich damit zur Arbeit. Danach nur spodarisch, ab 2001 gar nicht mehr.

Techn. daten sind : Motor 2,0L Typ 4( einer aus Bus, 412 oder 914. Also kein Käfermotor mehr, das sind Typ 1 Motoren) aber haben noch 4 Zylinder und sind etwas autobahnfester, da das Motorgehäuse aus Alu-leg. besteht, statt Magnesium-leg. wie beim Käfer. Es ist auch innerlich etwas stabiler gegossen, und die Zylinderabstände sind grösser.
Mal kurz aufgelistet zum Verständniss : Typ1 = Käfer aller Fasson, Typ2 = Bus , Typ3 = 1500/1600er , Typ4 =411,412.
Dementsprechend heissen die Motoren auch so. Der VW-Porsche 914 hatte einen Typ4 Motor, also einen aus der 411/412 Reihe.
Den Bus als Typ 2 gab es auch mit Typ1 Motoren, somit die Motoren aus dem Käfer, aber auch mit Typ 4 Motoren.
Alles klar? Nee? Ist auch egal.

Das Lüfterrad ist vom Porsche 911. Die schwarzen Schläuche links unten, gehen zum Frontölkühler. 4-Gang Getriebe mit verstärkten 3.+ 4 Gang. Die Gangräder 3 + 4 gab es nicht serienmässig oder bei VW, sondern sind aus'm Amiland.
Rechts und links, die mit den Staubsieben und den Flügelmuttern oben drauf, sind Weber Vergaser. WEBERVERGASER? Ja, Vorsicht! Kleintiere und Kinder aus dem Ansaugbereich fernhalten. Eltern haften für ihre Kinder.
Aber, ruhig, ist ja noch 'ne Klappe davor.
Der Ausschnitt unterhalb der Stosstange im unteren Bild ist die Abdeckung für den dahinter liegenden Ölkühler. Gibt's nicht zu kaufen!
Wer sich nun über das "H" (= erhaltenswürdiges kraftfahrzeugtechnisches Kulturgut, steuerbegünstigt.) wundert, weil er sich ein bischen auskennt, nur folgendes.
Dieses Auto ist zeitgenössisch, nicht original. Der Begriff zeitgenössisch umfasst eng die 10 Jahresrichtlinie: alles was innerhalb der ersten 10 Jahre nach Erstzulassung eingetragen war, ist anerkennungswürdig. Das sind Kotflügel+ Felgen seit 1981 und der Motor seit 1984.
Fälschlicherweise wird auch gesagt: was 20 Jahre eingetragen ist, ist "H" tauglich. Das bedeutet, dass ein 1956er Käfer spezielle Alufelgen, die es 1990 gab, auch 1990 eintragen liess, 20 Jahre wartet und dann 2010 ein "H" beantragen kann.
So ist es nicht gedacht, denn dann wäre es nicht mehr zeitgenössisch mit Wiedererkennungswert( ein Begriff aus dem entsprechenden Gesetzestext ). Wiedererkennungswert heisst auch optisch nicht soviel verändern, dass den Käfer keiner mehr wiedererkennt.
Meinen Käfer erkennen wohl viele als "das hatte ich früher auch mal" wieder. Und nur darum geht es. Diese 10 Jahre sind natürlich ein Kompromiss zwischen den zu entscheidenden Parteien gewesen. Einige wollten nur original, nichts anderes, andere eben mehr.
Bislang heisst das auch für den 412 "H" iss nich! Weil zu späte Eintragungen.

Weitere Daten sind : 8J x15 Felgen vorn + hinten, hinten mit einer anderen Einpresstiefe und h 215/60 + v 205/60 Reifen.
Die Kotflügel sind aus Kunststoff GfK . Landläufig Polyester genannt.
Innen

Was man hier sieht ist nicht ganz zeitgenössisch. Fahrradtachometer( bis 270km/h) und (leicht von gleichem verdeckt) meine selbstgebastelte digitale Zylinderkopftemperaturmessung für alle 4Zylinder. Es ist ähnlich dem heute nicht mehr so üblichen Leuchtband aus LED's. Früher gab es die oft an Verstärkern im Audiobereich. Die Temp.-fühler sind an ausgesuchten, heissesten Stellen montiert. Analoge Anzeigen für 1 Zylinder gibt es zu kaufen, Geber unter der Zündkerze. Das missfiel mir und kaufen kann ja jeder.
Der Himmel ist auch selbstgenäht( na gut, ehrlich, meine Frau nähte ihn ) Aber ich, ja ich, baute den ein.
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Mal was anderes als weiss.
Halbwegs zu sehen, hinter Glas im unteren Bild : der kleine Bruder meines Käfers. Ein Modellauto auf der Hutablage. Da kann man mal abgucken wie was zusammengehört, wenn man es nicht mehr weiss, aber zerlegt ist..............ächm( räusper)

Dieses Dreckstüc...ähm dragstück ist, mit einem extra für Rennen ausgerüsteten Motor, echt schnell. 0 - 100 = 6,3s 80 -120 km/h im 3. gang = 4,3s. Damit kann man vielen Motorrädern aus dem Stadtbereich zur Landstrasse hinaus mit Vollgas ärgern. Die meisten kommen nicht vorbei oder nur seeehr langsam.
Aber stoppt selber: ( zurück nach hier vom Video oben links "zurück" klicken )
"http://www.youtube.com/v/XaMZTZl5GPI&hl=de&fs=1&"></param><param
Weitere Leistungen. 402m, die klassische 1/4 Meile, in 13,985s mit Zielspeed 151km/h; 201m in 9,8s mit Zielspeed 123km/h. Alle km/h sind nicht nach Tacho, sondern echte km/h. Teilweise per Lichtschranke ermittelt. Nach Tacho ist er etwas schneller.
Hier ein paar Pokale. 1.Platz ist nicht dabei, hauptsächlich 2.
Und alles mit normalen Reifen. Mehr Grip bekommt man mit strassenzugelassenen Rennreifen ( regulär nur mit Rennfahrerlizenz ). Da ist noch mehr drin. Manche sind so klebrig, da reissen die Antriebswellen beim Start ab.

2x Glaspokale, 2x dritter Platz beim VW-Forum in Castrop. Dabei hatte ich aber schon kernige Gegner die deutlich mehr Power hatten, bzw. leichter waren. Der 1303 ist im Gegensatz zum 1200er Käfer ziemlich schwer. Deshalb findet man kaum Cabrios unter den Public-racern, denn die sind noch schwerer. Meiner wiegt stolze 930kg, leer. Viel Zink, viel Farbe, schwere Felgen u.s.w.
Man bekäme ihn auf etwa 800kg, aber dann ist er nicht mehr H-tauglich. So muss ich wie beim Boxen auf mein Gewicht achten, oder eben mit 5L Benzin die Rennen fahren. Ein Fahrer mit 70kg Körpergewicht hätte schon deutlich bessere Zeiten auf der Anzeigetafel.
Der Abstand zu Markus M. und Carsten K. in Castrop war schon deutlich. Aber....ich liess auch solche hinter mir, die extra aus Hannover mit dem sog. grünen Alligator ( ein 1200er extra leicht und wirklich schön gemacht) nach Castrop kamen, wo alle davor standen weil er denen erzählte, was er alles am Motor gemacht hat bzw. machen liess. Es war die berühmte 1/10s die ihn vom Pokal ausschloss.
So'n bisken Stolz war ich hinterher schon. Er wohl eher nicht, redete kein Wort mehr mit mir ..sauer!
Ich habe auch oft verloren. Auch das gehört dazu. Wie in Luckau, VW-Blasen 1997. Um Erfahrungen reicher ( einige obigen Zeiten sind da "geschossen"worden) fuhr ich nach Hause. Einzig einen bekannten Golftuner mit über 200PS konnte ich versägen.....weil er die Rotphase erwischte = Frühstart ( viell.nur einfach 2cm vorgerollt) = disqualifiziert. Das erfährt man aber erst am Ende des Rennens durch Streckenposten. So fuhren wir erstmal gegeneinander.
Er hat sich natürlich tierisch darüber geärgert.
Hätte ich auch so gepackt, denn die Vorder"lader" kommen anfangs schlecht weg, aber dann mächtig. 410m statt 402m und er wäre an mir vorbeigeschossen. Dampf hatte der wohl.

Wen es interessiert, hier mal eine Kurzfassung der Grundregeln ( von 1997 ) beim Public-race, also dem Rennen der bekannten Dragsterrennen, wo strassenzugelassene Autos fahren dürfen.
Technische Eingangsprüfung: geprüft wird auf Reifen z.B. Slicks = automatisch andere Klasse, Lachgas = verboten u.ä. .
Qualifying. Man macht 3 Läufe, wovon die beste Zeit zur Eingruppierung genommen wird. 10-10,999s, 11 -11,999s u.s.w. Ab 11s ist übrigens Helmpflicht. Ich kam also in die Gruppe 13 - 13,999s. Wer nun meint es langsam angehen zu lassen, um in eine langsamere Klasse zu kommen, aber beim eigentlichen Rennen dann richtig Gas zu geben, hat schon verloren. Man darf beim eigentlichen Rennen nicht mehr schneller sein als die schnellste Zeit in seinem Qualifying!
Ist man schneller, wird man disqualifiziert und kann nach Hause fahren. Eine Ausnahme gibt es. Wenn der Rennleiter ( z.B. auf Grund von Rückenwind für alle, der beim Quali tags davor nicht da war) es anders entscheidet. Da gibt es ansonsten kein Pardon.
Es fahren immer 2 Autos auf getrennten Spuren gegeneinander zum Ziel. Frühstarter sind disqualifiziert; das können auch nur 1/100s sein. Deshalb ist auch die genaueste Ausrichtung zur Startlinie erforderlich. Ein unbewusstes, leichtes Vorrollen von 2cm in die Lichtschranke rein, ist schon ein Frühstart; Handbremse anziehen ist also absolute Pflicht, um nicht schon im ersten Anlauf die Koffer packen zu dürfen.
Zur Siegerermittlung gilt das Ausschlussverfahren: wer gewinnt, darf weitermachen, wer verliert kann einpacken und nach Hause fahren. Es gibt keine Revanche. Der Sieger des Public Race ist, wer alle Gegner im zweier Duell geschlagen hat.
Um euch mal zu zeigen was strassenzugelasse "drauf" haben: 402m in 12s und 191km/h Zielspeed ist fast so etwas wie Standard geworden. Das heisst die meisten sind in max. 13s auf 200km/h; nicht nach Tacho - echte 200km/h. Die besten sind mit 10er Zeiten dabei.
Vergesst eure 200PS+ Familienkutschen, vergesst die etwas älteren( die alten 70/80er sowieso) PORSCHE, vergesst BMW, AUDI RS2 und alles andere. Deren Zeiten sah ich auf 201m. 10,xx - 12s. Zu Schwer, untrainiert und Vorderradantrieb, auch Allrad nutzt da nicht viel.
Grund ist die fehlende Gewichtsbelastung der Antriebsachse bei heute üblichen Frontmotoren. Jeder Wagen geht beim Start vorne hoch und sackt hinten ein. Selbst Allrad hat dann keinen richtigen Vorteil, da die Gewichtsbelastung durch den Motor fehlt - der ist weiterhin vorn. Ergo kann die Kraft nicht auf die Räder/ Strasse gebracht werden wie bei einem Heckmotor. Denn je tiefer die Hinterachse durch Mehr-PS absackt, umso höher ist die Belastung auf die Antriebsräder bei einem Heckmotor.
Nur, es gehört auch ein gewisses Training dazu, bei grün Gas zu geben, nicht bei rot , nicht zu rollen, und vor allem wie viel Startgas, um die Reifen nicht durchdrehen zu lassen u.s.w.
Wie schon geschildert: 2cm langsames, unbemerktes Rollen oder ruckartige Bewegungen des Fahrers, sorgen sicher für eine Disqualifizierung.
RESTAURATION
Restauriert habe ich ihn 1986, nachdem ein trüber Wasserspiegel im hinteren Fussraum mir sagte: jetzt wird's Zeit.
Restauration ist ein weiter Begriff. Ein paar Bleche, Unterbodenschutz und 'ne Verkaufslackierung wird schon in einschlägigen Anzeigen als Restauriert angeboten.
Den hier habe ich komplett zerlegt. Komplett heisst = alles raus, alles auseinander was geht. ALLES! Und mehr. Teilweise habe ich Hohlräume aufgeschnitten und nach dem Verzinken wieder zugeschweisst, mit verzinkten Blechen - versteht sich. Schweller ausgetrennt, aufgeschnitten, Tauchbadverzinken, verschweissen u.s.w.
Denn das ganze Auto ist zerlegt zum Sandstrahlen und Verzinken, einschliesslich Achsteilen, Felgen gegeben worden. Nichts wurde dem Rost überlassen. Meine ursprüngliche Art, jedes Jahr neuen Unter- und jedes 2. - 3. Jahr neuen Oberlack führte ja zu nichts. Irgendwann kam Wasser rein. Rost ist gemein, da er auch verborgen arbeitet.
Und so sieht er heute noch, nach über 20Jahren, aus. Ungeschminkt, nichts für diese Bilder gereinigt oder so

ohne Kommentar


wirklich nicht in der Waschstrasse gewesen.


Das schwarze in den Kotflügel rechts und links, oben im Bild, ist Gummiabrieb. Alles kleine Gummiflocken.

Die Leitung oben im Bild oben ist übrigens eine für Benzin; die alte war zu klein(grins)

anderer Motor, anderer Auspuff - iss klar,ne.

Die Nebellrückleuchte ist ein Weihnachtsgeschenk meiner Frau aus dem Jahre 1975. Jahrelang eingepackt für besonderen Anlass montierte ich sie 1987.

Das querliegende Rohr im unteren Bild,( Fachleute wissen wofür es ist) war mal ein Staubsaugerrohr. Glänzte so schön, poliertes Aluminium. Da dachte ich mir, das bauste dir ein. Nur, mit Materialstärken von 1mm ist bei Alu nicht viel zu reissen, also wurden Verstärkungen unter dem Rohr, fast unsichtbar, angeschweisst.
Seitdem kniet meine Frau beim Staubsaugen..................... .................nee, quatsch, es war von einem alten Staubsauger.
Waschen, so 1- max. 3x/Jahr und vergessen. Keine Rostsuche, "oh, nein.. shit, das ist ja ein Pickel" o.ä.
Fliegendreck wird mit Sprühwachs + Sidolin entfernt.
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Wer sich Gedanken macht, wie denn nun so ein Teil im Alltag fährt......in der Stadt, in 30er Zonen, oder auf der Bahn.?? Ich weiss wie sich 34PS und 50PS Motoren fahren liessen. Der ist nicht anders. Läuft bei 870U/min im Leerlauf, nicht nervös, geht nicht aus oder sonst was. Einfach nur schneller. Gut etwas lauter, aber darf er auch; ist auch eingetragen.
Nichts ist so unersetzlich wie das Jaulen des Lüfterrades und das Rauschen der Webervergaser. Das gräbt sich tief im Schädel ein und macht süchtig.
Jährliche Fahrleistung heute: etwa 1000km und nur wenn es trocken ist und bleiben soll.
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Und so sah er aus als ich ihn 1981 gekauft habe

Etwa 1 Jahr später habe ich den schon mal geändert mit breiten Kotflügeln, 8" Rädern und den damals topmodernen Stossstangen-Kotflügeleinheit a-la PORSCHE; vorn und hinten von der Fa. SCHULt design in RE. Und in dunkelblau lackiert. Ein Kompromiss. Schwarz war eigentlich meine Farbe, aber meine Perle wollte kein schwarz mehr haben, da sie den Käfer den ich davor hatte auf eisglatter Fahrbahn geschrottet hatte. Der war schwarz. Sie hätte diesen in schwarz nicht mehr gefahren. Der Schock sass noch zu tief.

Er wurde noch 3x lackiert, auch in schwarz (mittlerweile gings ja wieder mit meiner Perle) und so manche Sachen geändert. So auch die 8JJ x15 Et minus 25 hinten, statt +16 rundum. Und -logo- die obligatorische Turbohaube , also die von Porsche mit dem Heckspoiler.
Die Bilder habe ich noch, aber ich selbst kann die nicht mehr sehen, so ätzend sieht das heute aus. Damals?
Tja, war damals so modern und absolut angesagt.
RESTAUTIONSBILDER
Hier mal ein paar Restaurationsbilder aus 1986/87. Dauer dieser Aktion- 1 Jahr.
Heute - mit den digitalen Kameras - hätte ich min. 100 Bilder. So sind es nur etwa 45. Klassisch, mit analoger Kamera ( ich glaube die Agfa, eine einfache Sucherkamera, war's )
Der Käfer hing vorerst auf solchen Böcken; der Hubzug ist nur eine Sicherheit gg. umkippen.

Davor liegt schon der verzinkte Plattformrahmen.
Keine halben Sachen; hinten Links Innenkotflügel. Weil alles ausgeschnitten war und der Plattformrahmen fehlte(klar, geht auch nicht mit) ist ein Stück Holz als stabile Verbindung zw. Vorn + hinten eingebaut. Er sollte ja nicht "auseinandergehen". Bei Cabrios - also ohne das dünne, aber stabilisierende Blechdach - geht das ohne solche Einbauten GAR NICHT. Die Folge ist oft eine verzogene Karosserie wo nichts mehr passt. Das sollte ja auch bei der Limousine verhindert werden. Bevor die Türen nicht mehr passen.....

Er hatte auch Spass. Nein, er musste noch keine Wochenberichte schreiben.
Hier ist einer der Unterholme mit dem ich mir viel Arbeit machte. Ausschneiden, Hohlraum auftrennen, neues verz. Blech einschweissen und dann ab zum Zinker. Da wurde die Farbe innen verschwelt und der Holm ins Zinkbad gelegt. Mit genauem Blick sieht man einen Hubzug zwischen der A- und B- Säule. Es ging doch etwas auseinander ( trotz dem obig beschriebenen Holz) und musste gezogen werden.

Im Hintergrund sieht man unseren "Winterkäfer". Ein notdürftig restauriertes Stück für den Zeitraum der Restauration, der danach von meiner Frau und mir nur im Winter gefahren wurde. Später als vollwertiger Zweitwagen für meine besser Hälfte.
Anschliessend, nach weiterem Einschweissen von verz.Blechen ging es ab zum Strahlen und Flammspritzverzinken.
So kam er dann wieder.

Der rote Pfeil zeigt auf den offenliegenden und somit auch innen verzinkten Längsträger. Wurde nachher mit verz. Blechen zugeschweisst; aber nur noch mit Zinkfarbe + Grundierung+ Dichtmasse+Grundierung + Lack versiegelt; keine neue Verzinkung - irgendwo hört's auf.
Alles nachträgliche eingeschweisste wurde so versiegelt; hier glaube ich waren es die einzigste beiden (R+L) Stellen. Am 412 waren es 2 oder 3 kleine.

Hier oben ist die Platte "geputzt": verzinkt, grundiert, Silberlack + Klarlack....ist fast wie Edelstahl haltbar.
So Gimmiks mussten sein. Sieht einfach aus, ist aber schöne Arbeit für'n Winter: Gussgrate abschleifen, blankschleifen der Rippen, alles -haltbar!- grundieren, schwarzen Lack drauf und dann schön mit'n Holzklotz + Schleifpapier die Rippen polieren. Dabei darf aber kein Staub in die Simmerringe kommen. Sonst wird es undicht.

Noch heute, beim unteren Bild, kriege ich Magengrummeln. Wir wollten mit dem Käfer nach Dänemark, Urlaub machen. Und dieses Bild ist 9 Tage - in Worten neun Tage - vorher gemacht worden.

Keine Elektrik, kein Armaturenbrett ( war sogar ein selbstgebautes was hier Premiere haben sollte und hatte) kein Motor, keine Verkleidungen, kein Himmel, keine Scheiben.
Fragt mich nicht wie, aber es klappte. 1 Tag vor Abreise abends war die erste Probefahrt.
Ob auch alles hielt? Ja.
Nur als wir wieder zu hause waren, zog ich mal alle Schrauben nach und... da! Alle Schrauben der Gelenkwellen waren lose, teilweise mit der Hand zu drehen. Vergessen die richtig anzuziehen, nur so handfest.
Glück muss man auch haben.
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