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INHALT : 1. andere Federkennung

2.  Auspuffänderung

3. Tankrucksack Soziussitz ( mein Backbag)

4. neuer digitaler Tacho

5. Radlager wechseln


 

 Ein anderes setup der Hinterradfederung.  Yeep!!

Eine optisch schöne Keilwirkung des Fahrwerks durch Weiterdrehen = erhöhen der Federvorspannung, hat auch Nachteile: zu hart. Man hoppelt sich evtl. aus der Kurve bei Bodenwellen.

Da ist die Strasse plötzlich gaaanz nah am Kopf.

Grundsätzlich bringt eine härtere Feder in solchen Fällen nichts. Das Teil steht hinten zwar höher oder sackt nicht soviel ein, aber das hatten wir schon, oder? Genau, die originale weiter drehen, wie ich es machte,  kommt auf's selbe hinaus.

So, was macht man?? Man verlängert den Dämpfer und kann dafür die Feder weicher lassen.

 

Anfang. Schön wenn man schon ein Übungsteil bei ebay gekauft hat. Die Feder ist hier noch eingebaut

hier unten ausgebaut

Normal ist der Dämpferstangenkopf, das hammerähnliche Teil rechts im Bild, aufgeschraubt, aber den bekam ich nicht ab. Ich wollte nicht die Kolbenstange verkratzen; führt zu Undichtigkeiten. Also, aufsägen. Aus eins mach zwei:

 

Und ein passendes Stück, nach Zeichnung einbauen. Logo, ist Pflicht. Jahre später noch nachvollziehbar.

 drehen

So erstmal halblang mitti Pferdkes. Man muss sich beim Anschweissen überzeugen was man für eine Dämpferart hat. Gasdruckstossdämpfer sind sehr empfindlich gegen übermässige Wärme (platzen!!)und die Kolbenstange ist gehärtet und verchromt. Man sollte sie nicht weichglühen durch Schweissarbeiten. Dazu der Simmerring der K.-stange im Dämpfer. Der sollte auch nicht anfangen zu Qualmen.

Woran erkennt man einen Gasdruckdämpfer? (Meist) Schwer reinzudrücken und die Stange kommt sofort wieder raus. Ein Öldruckdämpfer bleibt eingedrückt. Und hier war es ein Gasdruckdämpfer, der allerdings auch im Käfer gepasst hätte - von der Dämpfungskraft her. Man! Kaum zu drücken! 'Ne Gewindestange hätte sich wenigstens verbogen, aber hier...

Also beim Schweissen kühl halten, und nicht in eins die Naht durchziehen. Immer wieder abkühlen lassen.

So, daher das nasse Kopftuch. Hier allerdings um die Gummibuchse im Kopf, die soll ja nicht verschmoren.

Elektrode? Ja, solche "dicken" Dinger schweisse ich mit Elektrode. V2A Elektrode.

Unten ist der Dämpfer fertig.

 

Einbau.

Warum ich nur 16mm (= 12 + 2x2mm Abstand der Schweissfugen) wird hier auch klar. Ausbau geht ja noch, bis auf eine Schraube wo man nicht richtig Kraft ansetzen konnte. Der Rahmen und die Luftführung war im war im Weg, Ringschlüssel ging nicht drauf ect.; aber sicherlich einfach die einzubauen: Si.-Mutter + Loctite Schraubensicherung !! Schraubensicherung auch noch, läuft wie geschmiert beim Einbau - iss klar. Bloss nicht bei der Demontage.  Man,man,man.

Im Übrigen reichte die Verlängerung aus, da ich die Feder vorher auch etwa 16mm weiterdrehen musste um optisch eine Keilwirkung zu erzielen.

Nur, dann war sie eben zu hart.

Ja, das sind Sicherheitsbadelatschen! Und der "neue" Dämpfer. Einbau, wie gesagt, besch.... also 25mm statt 16mm, hätte der nicht länger sein dürfen. Den hätte ich gerade nicht reingekriegt, nur krumm.

Da musste ich kernig ziehen, drücken, mit 'ner Holzlatte hebeln ect.

Schlussendlich die Schraubenfeder einstellen; erstmal so auf Mitte.

Das geht nur anfangs mit der hand, später nur mit Durchschläger weiterklopfen. Hakenschlüssel? Vergiss es- der macht nur 1/16 U Schritte bei der Enge. Da wäre ich noch nächste Woche mit Drehen dran.

Und fertig. Waschen gehört dazu.

Ach ja, der Tank war ja zur Seite gerückt und mit Bändern gegen Absturz gesichert( waren noch 10L Sprit drin) und bei der Montage sah ich folgendes

Hier ist es repariert, aber das fransige Stück Benzinschlauch auf dem Rahmen war reif zum Abschneiden. Sonst: "Hömma, boa ey!! Ey, gestern getankt, ne Runde gedreht, und schon  wieder leer?? Ob der Vergaser reif iss, ne Düse lose iss??"

Nachtrag 2-2010:  alles hat 2 Seiten. So auch diese Massnahme. Vorteil: man belastet das Vorderrad mehr. Nachteil: aber so, dass einem die Arme nach 'ne halben Stunde wehtun. Das  50% ige Körpergewicht auf die Arme durch die schräge Sitzhaltung.

 


 

Selbstgebauter Auspuff

Der originale Auspuff war mir zu laut( ächm,räusper, grins) deshalb baue ich mir einen eigenen - aus Edelstahl, versteht sich. Er soll ja nicht nach 1 Jahr .....oder kennt ihr einen an irgendeiner Mopette der nicht aus Edelstahl oder Alu ist?

Die Optik und das Volumen (sofern er nicht innen viel kleiner ist als die "Verkleidung" vortäuscht) war schon ok.  Allgemein rechnet man das 4-8fache des Hubraumes als Volumen für den Topf. Hiesse hier somit max. 1L. Lächerlich klein.

Nur das Volumen und Endrohre bestimmt auch über den Klang. Je grösser, umso angenehm tiefer der Akustik.

Dazu gibt es 3 Prinzipien des Schalldämpferbaus:

a) Interferenzkammer - durch Labyrintheinbauten unterschiedlich lange Wege löschen sich die Amplituden des Schalls.

                      Ist was für hohe Impulslautstärke aller Frequenzen.

b) Reflexionskammer - durch Reflexion an den Wänden und unterschiedlich in diese Kammer   hineinragenden Rohre findet auch eine Löschung statt.  Etwas für Löschung der tiefen Töne.

c) Absorptionkammer - ein mit vielen Öffnungen versehenes Rohr durchläuft eine schalldämpfende Masse(z.B. aus Mineralwolle).  Dieser löscht nur hohe Töne.

Alle Auspuffanlagen beruhen auf diese Prinzipien, wo meist alles o.g. angewandt wird, nur nicht immer alles in  einem Topf. Oder anders eingeteilt als Sportauspuff.

Ich werde in meinem Selbstbau hauptsächlich die hohen Töne löschen.

Also, fangern wir an.

Irgendwo hatte ich noch so ein vorgeformtes Isolierblech aus VA ( sieht man noch unter Werkstatt, links rum 5. Bild-wie ein Ofenrohr, oben rechts) seit etwa 10 Jahren rumstehen.

Zwar rund, aber kann man ja oval pressen. Den Nachteil stellte ich später fest....nur  0,5mm dick. Nicht soo gut zum Schweissen. Zumal auch noch Löcher von Blechschrauben drin waren---zuschweissen. Da kann man nicht beim Schweissen gucken - schon 'n Loch drin. Man,manoman hab ich mir da was ausgesucht. Neee,Neeee,Neeee.

Ich hab' da mal was vorbereitet - schon zugeschnitten und geschweisst. Darunter liegt eine Zeichnung vom originalen Auspuff.

Davor liegen 2 x 2mm zugeschnittene Bleche.

Dann kommt noch ein Rohr dazu, dass möglichst viele Löcher hat ( Absorptionsschalldämpfer) und nichts ist besser dazu geeignet als unsere alten, ausrangierten Trocknerbleche meiner Maloche. Nur die sind zäh zu biegen, aber echt. Und- da Loch an Loch- auch nicht so einfach zu schweissen trotz 1mm Wandstärke.

Ein zähes Luder.

Eins der Abschlussbleche 2mm dick.

 

Den Erfindern der HSS-Lochsägen ein dickes Lob, den Erbauern einen hinter die Ohren. Die Dinger haben ein Rundlauf unter aller Sau.

Manchmal bohren sie genau, manchmal 1 - 2mm grösser. Hier unten  werden in die 3 a 5mm dicken Flansche Löcher gesägt. Irgendwo muss der Qualm vom Motor auch raus, ne.

1mit 2x M6 brauche ich sofort, am neuen Auspuff. Die anderen beiden-1x M6 + 1x 6,5 Bohrg. - kommen am serienmässigen Rohr und Schalldämpfer. Kann man dann auswechseln - iss klar, ne.

Auch schon für M6 bzw. 2 x 6,5Loch gebohrt, aber leider falsch gedacht- einer musste wieder zugeschweisst werden. Und nochmal für M6 bohren. Kommt mal vor,ey.  Und sofort auf 2mm Bleche aufschweissen die auch schon gebohrt sind.

Hier, elektrodengeschweisst. Mal wieder ohne Probleme durchschweissen war 'ne Wohltat:

Alles schön zusammengebrutzelt, M6 geschnitten und überschliffen- unten

 

 

"What that down- cleaner??"

"Yep, guy- these are Topfkrätzers in stainless steel, man." Als Dämmstoff meiner anderen Auspufftöpfe bewährt. Rosten nicht, lassen sich nicht "rausziehen" durch die Strömung der Abgase wie Wolle. Allerdings dämpfen sie nicht sooo gut wie die Mineralwolle in herkömmlichen Anlagen. Aber, wie gesagt - Lebenslange Garantie auf Schalldämpfung. Und billig. 2stk = 50c. 16 brauchte ich,  sind, äähh, ...0,5€ x 16 ..ähh..

 

"A great deal, boy"   " Yes, we can. Keine 10 €, sach ich mal so pauschal."

Hier unten wird gewickelt.

Dann kann man auch anschliessend Dämmwolle drumpacken. Die gepressten Topfkratzer sind wie feinstes Filter gegen Rausziehen. Dazu kommt die schwarze Seite der Dämmwolle auf die Topfkratzer - dichtes Glasfasergewebe. Das dämpft noch in 20 Jahren. Und verhindert das einem der hintern nicht wegbrennt. Absorptionsdämpfer vernichten Schallenergie unter Wärmeentwicklung. Mit anderen Worten: die sind nicht nur von Abgasen so heiss.

Und schon mal eingesetzt. Rechts die Einlasseite.

 

So, wie sieht's aus?

So!

 Die Kammer wo das Rohr 20mm in die 60mm tiefe Kammer mündet ist schon ein Reflexionsdämpfer ( die "Kammer" davor eben ein Absorbtionsdämpfer). Die Frequenz  die sie dämpft, kann man berechnen; steht im Verhältniss zum Kammervolumen, Rohröffnung,+  -länge(hier 20mm) und Schallgeschwindigkeit. Aber ich hab' ja schon Probleme mit 16 x 0,5€  bei den Topfreinigern und.....das lass ich nicht so.

Warum der Flansch aufgeschweisst und nicht z.B. an einem Rohr angeschweisst wurde, werdet ihr noch sehen; später.

Jetzt erstmal zum originalen Auspuff

 

Die Striche im rechten Bild auf dem Dämpfer sind Orientierungen für die Lage.

Dann ausgebaut und ab nach unten. Letztmalig original und dann zerlegt.

Links ist die Gegenüberstellung: unten der neue, oben der alte - originale. Hier wird klar das es nutzlos wäre ein zus. Rohr am neuen Auspuff anzubringen. Es ist eh' schon schwierig am originalen einen geraden, lotrechten Schnitt zu machen der Platz für Schrauben mitbringt. Ausserdem ist es auch einfacher - zwei Nähte weniger.

Jetzt müsste der Abschluss gemacht werden. Er sollte so aussehen:

Und so in Echt. Rechts noch lose.

 Die Rohre wurden innen verschweisst, da bei der Enge zw. den Rohren keine saubere Naht aussen herum möglich schien.

Das Spiessblech ( sehr dünnes gelochtes Blech mit Haltenasen) + Mineralwolle. Hier ist das "Ausziehen = Verlust" der Wolle möglich, aber die Schalldämmung ist ja auch da eher gering.

 Nicht ganz so einfach waren die Haltebleche aus 0,8mmVA einzuschweissen, aber sonst dreht sich das Spiessblech irgendwann mal weg und die Wolle ist sofort raus.

Anschliessend das Blech mit den Endrohren drauf und - fettich. Nee, nicht ganz. Die Halter (unterm Sitz) mussten auch noch dran. Wie so vieles, was nicht so richtig passte. Besser wäre das Moped im Keller zu haben: dauernd rauf/runter. Heften, auftrennen, nochmal, biegen, anheften....

So der Flansch vom Abgasrohr. Das Mass aller Winkel war eben der neue Flansch am neuen Auspuff. Daran musste sich alles richten.

 

Eingebaut im linken Bild ist er noch zu erkennen.  "JEDE NAHT ZIEHT" -dieser alte Schweisserspruch trifft für die Flansche auch zu. Trotz 5mm Stärke waren alle mehr oder weniger krumm. Vorgaben hätte ich nur auf der Längsseite machen können um das auszugleichen, aber die kleinen Flächen oben und unten...... So 0,5 -fast 1mm waren drin. Wenig?? Sieht man aber deutlich auf der Länge und klar -wenn nicht nachgeschliffen, gefeilt-  auch so nicht dicht.

Warum ich nicht grössere und dickere Flansche mache? Ich habe nur dieses dicke Material- ganz einfach. Auch nicht unendlich viel. Nur so kleine Reststücke die vom Käfer-/412 -bau übrig blieben.

Die filigranen 1,5mm Abstandshalter dienen dazu, dass sich die Flanschohren nicht krummziehen. Die runde Dichtung ist 2mm dick. Macht man das nicht, ist das ganze System irgendwann undicht, weil krummgezogen und dann nicht mehr einfach richtbar. Es ist alles ziemlich dünn ( Rohr z.B. 1mm Wandstärke)- ausser den Flanschen- und wird beim evtl. Richten so gebogen dass nix mehr passt.

Auch der Serienauspuff musste sich an den neuen Flansch richten. Es waren auch 3 Anläufe nötig, da das Rohr auch beweglich war ( nur eingeschoben) und sich immer andere Winkel ergaben. Die Vorgaben waren klar: er musste plan anliegen, Halter müssen passen und das Dingen muss ja auch von hinten gesehen mittig im Ausschnitt stehen.

Und endlich......der neue. Dran. Fettich

 Eine seltene Perspektive; schräg von unten

 Der Motor läuft im oberen Bild. Und ? Hört man was?

Siiiehste-sooo leise ist der! Machte ich aber erstmal aus, es war schon kurz vor 22 Uhr und die Nachbarn können diese Stille einfach nicht ab.

Nur ein Kollege aus xyz  rief später an, ob ich 'nen Motor angelassen hätte. Er hätte sowas gehört.

Ich : " Nöö!"

Ich sag's ja. Diese Stille die der Dämpfer verbreitet hält keiner lange aus.

Weiter Positives: 500g leichter gg. Serienteil.

Erster Fahreindruck: man merkt nun wie mager er eingestellt ist. 0,4Vol% war'ns beim letzten TÜV; so gelassen- lief ja. Nun mit dem neuen Auspuff  ein dauerndes Patschen bei Gaswegnahme. Etwas am Choke gezogen = weg. Also entleert sich der Brennraum deutlicher und kann somit mehr zu mageres Gemisch ansaugen als vorher. Eine schon vorher bestandene Undichtigkeit des Saugrohres( 0,4Vol.% ist echt wenig) kann ich nicht ausschliessen.

Auspuff undicht?? ........"Ey...(grübelnd guck) hömma...ja geht's noch!!??

 


 

 Tankrucksack als Backbag

Was mich an dieser Karre immer störte ist die wahnsinnige Kofferraumkapazität, nämlich =0, Zero, nichts. Angeblich soll unter der Sitzbank ein Fach sein, aber das war wohl geplant aber nie ausgeführt; da ist keine Box o.ä.

Und wenn ich etwas hasse, dann dieses, dass man wegen einer losen Schraube - die mit'n Schraubenzieher zu dreh'n wäre - das Teil stehen lassen muss. Klar kann ich meinen Kombi so mit Werkzeug bestücken so das jeder sagt:" Hömma, komms vonne Maloche oder watt?", doch der Taschenvorrat reicht auch gerade für 'ne Geldbörse und ein Pflaster.

Wie die Box aussehen sollte wusste ich schon. So:

Die alten einsitzigen Rennmaschinen hatten sowas. Also.... was machen......????? Ne Kiste bauen? nee! Eine alte schwarze Ledertasche mit Reisverschluss längs aufschneiden, unterm Soziussitz klemmen( ist verschraubt) Überstände abschneiden? Ginge. Es ginge auch mit einer älteren Tasche meiner Frau, die lachte mich schon an. Aber meiner Perle sagen, ich wüsste nicht wo die Tasche ist und am Moped behaupten der Beutel hinten war schon immer da, der sieht nur zufällig aus wie deine alte Tasche, klappt glaube ich nicht.

6 Monate gingen ins Land ohne Ideen. Da kam mir der POLO-katalog gerade recht. Ein nach hinten flach zulaufender (wie alle) Tankrucksack in passender Länge und Breite, nicht zu hoch, für schlappe 13€ war da drin. Bestellt - fettich.

Ein Holzrahmen mit speziell gebogenen Alurohr - wegen der gewollten Form, die immer so sein sollte, egal was man da reinpackt - alles gepopnietet und verschraubt sehr ihr hier.

Ich geb's zu. So wirklich habe ich mein Ziel nicht getroffen, nicht wirklich. Auch der Stauraum ist ein Stauräumchen, doch passt schon mal so'n Reifenrep.-set rein und wohl etwas mehr da die Setschachtel innen selbst auch noch "Staureserven" hat. Mir schwebt eine Zange, 2 Arten Schraubenzieher, Inbusschlüssel und 'ne Pulle Bier, also Notproviant, vor.

Gut, die Zange ist nicht absolute Bedingung. Aber vielleicht gibt es Bier in Schläuchen die man so rumlegen kann wie man's braucht.....??

Verbandskasten, Warndreieck?? Überleg mal du fährst durch die Walachei und kriss Durst. So'n richtigen Durst, weisse? Watt machste? Mullbinden auswringen? Mit'n Warndreieck Regen auffangen?  Pillepalle! Ich greif nur nach hinten.

 

UPDATE 1.4.10

Die Mitnahme von Proviant stellte ich mir eigentlich anders vor. Schimmel wollte ich nicht wirklich. Bestimmte Käsesorten ham's ja, aber das hier ist kein Käse - oder doch käse gemacht?

Die Tasche soll lt. Prospekt wasserdicht sein. Also, wo kommt das Wasser her??? Wahrscheinlich von unten, da die aufgeschraubte Tasche das Polster eindellt und sich - weil das Brett wohl nicht ganz gerade war -  dann unten drunter Wasser sammeln kann.

Ich schmierte eine dicke Raupe Silikon unter die Tasche; leicht angehärtet auf ebenen Boden mit Belastungsgewicht aushärten lassen und wieder angeschraubt. Das Holz entschimmelt, lasiert und Klarlackversiegelt - vorher, iss klar - ne. Schaun'mer mal.

 

 

 


 

 Digitaler Tacho

Es liegt in der Natur es Menschen den techn. Fortschritt - sofern erschwingbar - für sich persönlich einzusetzen. Die digitale Welt wird immer billiger, also warum so'n ungenauen analogen, wellenangetriebenen Tacho am Moped dulden, wenn man es genau haben kann. Die digitalen  Fahrradtachometer sind auf 1mm genauen Abrollumfang einzustellen - um das entscheidend wichtige von denen zu sagen. Analoge Tachos haben eine gesetzliche geduldete Abweichung von 7% vom Skalenendwert. Bei 200km/h also 14Km/h.

Nun, kurz gesagt, ich legte mir so 9,95€ Teil zu. Bis 300Km/h ...ist bischen knapp, aber es sollte erstmal reichen.

Der Anfang, es liegt auf der Blechplatte:

Anzeigegerät, Kabel, Sensoren und unten rechts der Wölpe (noch eben zu sehen), der alles schon mal vorsorglich ( bevor ich zuuuu lange brauche) mit seinen Patschfötchen kaputtmachen will.

Sensoranbringung

 und die Kabel entwirren

 nach 4 Stunden und 57 x durchs Gesicht lecken vom Wölpe weil man gerade ihre Kopfhöhe hatte

 und nochmal 'ne Stunde. Da issa: linker Lenkerarm.

 1. Fahrt ergab etwa 10 - 15Km/h zeigt der originale zuviel an.

 

 

 

 

 


 Hinterradlager Motorradfelge erneuern

Beizeiten ist es soweit:- die Lager sind reif für den Klüngelskerl. Man merkt es am Grollen,grummeln wenn man das Rad dreht. Liegt das Rad ausgebaut vor einem, so steckt man seinen Finger in die Bohrung des Lagers und dreht etwas. Schon merkt man das Grummeln in dem Finger. Vielleicht sogar Spiel! Ein neues Kugellager hat kein Wackelspiel-nie.Nun kommt die nächste Frage. Welches Lager ist das?

Die Lager haben alle eine Nummer irgendwo, meist fein gelasert auf dem dünnen Aussenring, neben der Firma. Hier stand FAG 6204.2RSR . Der erste Teil ist die Firmenbezeichnung und die Lagerkennung in den Abmessungen. Hier ein Kugellager mit 20mm Innendurchmesser von der Firma FAG. Der 2.Teil sagt aus das dieses Lager Dichtscheiben hat- so welche aus Kunststoff. Es gibt auch Deckscheiben aus Metall, aber die sind nicht so dicht. Ist per Namen selbstredend.

Es kostet rund 11€.

Und wie bekommt man es raus?

1.Grundregel:- beim Ein-/Ausbauen immer den Ring bearbeiten, schlagen, pressen der eingepresst ist. Nie über den lose sitzenden Ring, denn da werden die Kräfte über die Kugeln übertragen und schädigen das Lager schon beim Einbau.

Zu 99,9% gibt es entweder Aussen oder Innen fest, bzw. gepresst, der andere ist lose, heisst z.B. die Welle kann man einfach so durchstecken bei losem Innenring. Dann ist der Aussenring fest. Sehr selten sind es beide Ringe.

Hier war der Aussenring eingepresst, also wird der bearbeitet, geschlagen, gepresst.

2. Grundregel:- die erste tritt ausser Kraft wenn das Lager eh kaputt ist. Heisst irgendwie rauskloppen. Wenn es geht pressen; das ist sanfter und gleichmässiger als ein Hammer. Schlimm ist das herauswackeln. Die Querstellung des Lagers und die Hammerkräfte dehnen das Gehäuse und der Preßsitz ist nicht mehr so starmm. Hat man es da übertrieben ist das neue Lager gar lose. Bei Alugehäusen schnell passiert. Dann hilft nur noch einkleben. Nie so lose lassen!!

Vor ein paar Jahren kaufte ich diese unten gezeigten Kugellagerauszieher für die Lager, wo man die nicht so recht von innen rausschlagen kann, weil der Platz dafür nicht vorgesehen war. "Bündig sitzende Lager" sagt man auch. Das war hier so ein Fall. Übrigens hat der Käfer sog. Freistiche dafür; das sind 2 gegenüberliegende Nuten im Lagersitz ausgefräst um da einen Durchschläger von Innen anzusetzen. SACHS hatte diese Idee nicht- oder es war zu teuer.

Diesen unten gezeigten Satz bekommt man bei WESTFALIA-werkzeug company für deutlich unter 100€.

Also, nirgendwo konnte man den Durchläger ansetzen, da bündig eingepresst und ein Rohr innen bündig an beide Lager anlag - chancenlos.

Tja und auch dieser Auszieher war erstmal nutzlos- keine Wellen zum Gegenhalten und die ist eh' lose = nutzlos. Erst musste ich was anderes basteln.

Einen Ring wo 2 M6er Bolzen den Abzieher hochdrücken. Ihr werdet noch sehen, klingt jetzt alles konfus.

Erstmal den Ring.

Dann der Abzieher- jetzt statt Innenabdrücker wie im Karton vorgesehen- ein Aussenabdrücker, eben der Ring.

Funktionsweise: Es sind Kugeln, eine liegt im oberen Bild davor,  die beidseitig flachgeschliffen sind. Mit der flachen Seite in den Lagerkäfig eingeschlagen( ja das Lager ist dann kaputt - jetzt schon zum 2. Male :-)  ) dann um 90Grad mit Schmackes gedreht, sitzen die stramm wie die Lagerkugeln in der Laufbahn drin. Dann schraubt man.....so wie vorgesehen oder so wie ich es machen musste. Die M6er Muttern stemmen sich gegen den Ring und Abzieharm und drücken beim Hochschrauben den Abzieharm hoch, der wiederrum das Lager über die besonderen Abziehkugeln auszieht.

Das andere Lager schlug ich dann mit'n Hammer raus. Aber da merkte ich schon: das Lager sitzt sehr tief, so 40mm und da mit Dorn und Hammer das neue einschlagen.... nee, geht nicht immer gut. Ergo was gebastelt zum Einziehen. Die  eben nicht so fachmännisch aussehenden Drückstücke kommen von meinen begrenzten Materialvorrat. Ich habe nicht massenhaft dicke Teile zum abdrehen rumliegen, man. Da müssen schonmal zusammengeschweisste Unterlegscheiben aushelfen.

Alles mit M8er Gewindestange. Oben im Einsatz, unten wie gebaut

 

Das gezeigte Lager ist das welches eigentlich leicht einzuschlagen ging. Zog ich aber auch mit dieser Vorrichtung ein. Warum jetzt mit'n Hammer draufkloppen, hä?

 

Erwähnenswert ist noch das es auch andere Lagerauszieher gibt. So einen Art Dübel der im Innenring eingesetzt, mit einer Schraube gespreizt wird und dann zusätzlich mit einer Bordelkante versehen, sich im Innenring fest-und hinterklemmt und man dann ausziehen kann.

Mit einem Schwerlastdübel versuchte ich es auch.......... dann kaufte ich obiges. Ich meine hier hätte der o.g. Auszieher auch keine Chance. Wohinter soll er sich mit dem Bördel verkeilen? Da sitzt bündig ein Rohr.

 

 

 

 

30911

 


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