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MOTORDATEN Aufbau  sehr ähnlich dem Käfermotor, nur mit 8,0:1 verdichtet. Grund dafür sind die günstig erstandenen Gebrauchtkolben von Fa. WILKE die eigentlich für 2,7L vorgesehen sind.

Zylinderköpfe - 1700er Bauart, 42erEV+ 36AV Na gefüllt, leicht erweiterte Kanäle

Nockenwelle  - Eurorace 310Grad.

Kupplung /Schwungrad - 210mm mit Sachs sporting

Abgas - Serie, Edelstahldämpfer 12L Volumen

Benzin  - normal ( seit Preisgleichheit tanke ich super)

Zündung - Bosch 009 mit Ignitor als kontaktlose Zündung; 10Grad v.OT

 

GETRIEBE : Serie.

Zusätzl. Ölkühler unter'm Getriebe.

Ein ruhiger Motor mit viel Drehmoment. Bei 6000U/min vom 3. in den 4. Gang schalten, zeigt schon die Grenzen der 210er Sachs-kupplung. Der Wagen ist ja auch schwer. 1200kg.

 


 

Themen:

1.Risse im Armaturenbrett

2. Sitzlehnenrückstellung Beifahrersitz defekt

3. H-kennzeichen

4. bei Ahnendorp

5. Lenkradbuchse

1. Risse im Armaturenbrett

Als Ende der 1960er Jahre kein Holz, kein Metall, kein Leder  auf Armaturenbrettern auftauchte, aber trotzdem wie Leder aussah, war das die Zeit des Kunstleders. Damit gab es sogar die kurzzeitig sehr gefragten schwarzen Vinyldächer. Leuchtorange + schwarzes Lederdach = sah toll aus. Der VW-Porsche 914 hatte diese Relikt bis zuletzt auf dem Targabügel. Bis zuletzt verbarg sich auch Rost darunter.  Ein oberflächenstrukturiertes Lederimitat aus PVC. Themoplastisch, also in der Wärme beliebig formbar, hervorragend zu Kleben war es das Aus der meisten Polsterer + Sattler bei Autoherstellern.

Das PVC als solches ist ziemlich hart, Kunststoffabwasserrohre z.B. sind aus PVC, und muss je nach Verwendungszweck Weichmacher beinhalten. Der Name "Weichmacher" sagt es schon, es wird dann weicher, griffiger, anschmiegsamer und hier besonders, dem Leder ähnlicher.

Und schon sind wir Jahre später dabei diese Armaturenbretter zu restaurieren. Es bildeten sich schon nach kurzer Zeit z.T. Risse in der Oberfläche. Der Weichmacher war ausgegast und das UV-licht der Sonne tat ihr übriges dazu.

 Spröde isses geworden.

Dieser Riss im obigen Bild war schon 1990 da, also etwa 15Jahre nach Auslieferung, und wurde von mir schon damals aufgefüllt. Nur es ist nach weiteren 17 Jahren noch schlimmer gerissen und erschwerend dazu auch noch in der Höhe unterschiedlich. Da hat sich eine Stufe gebildet, die man hier im oberen Bild nicht sieht.

Was tun?

a) eine "neues" kaufen. Iss klar, jou ey, man-  das wird nix.

b) in den USA hatten die solcher Art Probleme eher, besonders in Californien. Da gibt es für Käferbretter sog. Dashboard replacements. Quasi Überzieher, aber nur für den oberen Teil des A.-brettes. Für'n 412 auch ?  Blöde Frage, nächste Frage.

c) Auffüllen mit passend gefärbter Kunststoffmasse, die auch noch per Negativformblättchen das Ledermuster einigermassen hinkriegen. Wird während der Härtephase aufgedrückt. Bei o.g. Versatz sehe ich aber damit keinen Erfolg. Man siehts immer.

d) neu beziehen lassen. Aber mit echten Leder. Da kommt man schon mal in Bedrängnis, weil es nach dem Ausbau und dem Bezug plötzlich nicht mehr reinpasst. Auch dünnes Spaltleder nimmt Raum ein.

e) so wie ich und folgend

Da es schon annehmbar mal mit Acrylmasse klappte, machte ich es wieder. Zuerst entfetten

 

dann abkleben

 und dann Acrylmasse rein, glattstreichen. Acrylmasse hat den Vorteil, dass man mit Wasser verdünnen kann, oder den Pinsel mit Wasser nässt und so eine glatte Oberfläche hinkriegt, auch formen kann. Man könnte sie noch annähernd rauh gestalten wie die Narbung des K.-leders, aber so genau wollte ich es gar nicht. Risse verschliessen, fertig.

Klebeband sofort abziehen. Trocken lassen.

Eingefleischte Spaltmassfanatiker drehen sich schnaufend hier ab. " Das ist doch nix, man"

Mir reicht es aber. Den oben erwähnten Hobbybauksten für eine "anständige" Reparatur sieht man dem Armaturenbrett auch an.

Mein Trick mit einem genarbten Stück aus einem Bohrmaschinenkoffer gesägt klappte nicht; zu ungeduldig war die Masse noch weich als ich es abhob. Naja, nächstemal 2 Tage warten. Die A.-masse konnte wohl nicht ablüften; war ja alles dicht bzw. zu.

Übrigens kam hier in der Zwischenzeit ein neues Radio rein. Die Aussetzer während der Fahrt wurden immer schlimmer. Eine CD war nur im Stand hörbar. Ein Sonderangebot weiter und keine 40€ ärmer war es eingebaut.

 

 


 

 2. Sitzlehne Beifahrerseite lässt sich nicht betätigen

 Reparatur scheint schwierig, da wohl Seil gerissen und der Lederbezug abgemacht werden muss. ASrggrgschrpffkotz. Ich bin ja ein "mordsgeduldiger" Mensch. Da fange ich nach 2 Min. fruchtlosem Rumfummeln an zu ruppen. 1 Flasche Baldrian davor, dann geht's. Ich fang' jetzt trotzdem an. Egall -e !!!

Fällt euch bei diesem Bild etwas auf??

Nein? Dann schaut mal auf den Hebel der die Lehne kippbar macht. Der steht oben, normal unten!  So geht's nicht. Sinchen, der fette Wölpe,  kommt kaum so raus, also fangen wir an.

Oben. Nee, so nicht! Dort kommt man nicht dran. Somit muss die Lehne ab.

Im obigen Bild zu sehenden "Geisterschwaden" ist der Qualm meiner Fluppe.

Unten. Ausgebaut.

Aber ich sah schon-shit!!- alles getackert. Oh gott.

Nur durch genaues Hinsehen ersparte ich mir Arbeit. Der rote Pfeil zeigt das Seil, der gelbe das Loch wo es rein muss.

 Hebel runterziehen, Seil wird länger, einfädeln- feddich app. Ähm..nur wie? Diese alte abisolierte Lüsterklemme soll es gewesen sein?

Das kann doch niemals original sein?? Nein! Ist es auch nicht, aber es geht. Nicht ein gerissenes  Seil, sondern die abgerutschte Lüsterklemme war das einzigste Übel. Einfädeln.....na ja das ging so gerade eben mit dem ausgefransten Seil. 18 Anläufe zählte ich, dann gab ich das Zählen auf. Irgendwann war die dann drauf und ich hatte sogar eine U-scheibe drunter gekriegt mit meinen groben Patschhändchen.

Probleme gab es nur beim Einbau. Da schon einer ( Lüsterklemme) mal rumgefutschelt hat, nahm er auch eine M8er Mutter für eine der 4 Schrauben die ich nicht mehr reindrehen konnte ohne doch das Leder zu ziehen. Die Mutter fiel irgendwo weich in die Polsterung und ende.

Diese Reparatur kommt als nächstes. Tipp- nicht einfach da nur 3mm Blech und 9mm Durchmesser, dahinter Polster.....alles klar?? M10 schneiden iss nich drin, 9mm ! Also???

Nie ist was einfach, man. Nie.

 


 So, die o.g. Reparatur

Angedacht war was komplizierteleganteinfaches. So eine Art Metalldübel wie unten gezeigt

Die Funktion ist wohl klar. Der Konus sollte die Hülse beim Reinschrauben aufweiten; Grate des Gewindes am Anfang sollten eine gewisse Sperrwirkung gg. Mitdrehen haben. Schlussendlich  sollte noch spezieller Kleber die ganze Geschichte für später sichern, da der Konus ja immernoch rausfallen könnte bei einer späteren Demontage .

Und so sah es fertig aus; 4Std. Artbeit bei der filigranen Mimik. 3 Teile : Hülse, Konus mit M7, Senkschraube M8 auf M7 geschnitten.

Ich mache es kurz. Man, datt war nix!

Die Hülse drehte sich trotz der Presspassung (heisst  ging nur mit Reinkloppen rein) mit. Irgendwie ging es dann doch halbwegs, aber die Sorge dass  der Kleber doch irgendwann "Knack" macht weil die Spreizung doch nicht reichte,  zwang mich nach 1 Std. zum schnellen Ausbau ( bevor der Kleber hart wird). Denn im worst-case-Fall kann nur noch die Flex helfen, weil sich alles mitdreht. Und das bei Leder...im Innenraum....überhaupt,  wie käme ich jemals dran ohne das Leder mit abzuschleifen....????

Lösung Nr.2    (5Min später)

auf 10,5mm aufbohren und eine Gewindehülse eindrehen. Sowas wie hier:

Dies Hülsen haben im Gegensatz zu selbstgedrehten M12 : M8 Hülsen den Vorteil, dass sie sich ihr Gewinde selber schneiden und deshalb fester sitzen.  Dazu noch Loctite Schraubensicherung Hochfest und alles wird gut. Der Bolzen mit dem 4-kantkopf ist übrigens ein Eindrehwerkzeug.

Kann man alles kaufen, ich hatte es da. Ein unerhörter Komfort meiner Lagerhaltung für die Zukunft( grins).

Und drin, und fertig

Und der 4Std. Metalldübel??  Scheissding, ab inne Tonne, mit 'ner ärgerlichen Wucht. Zeit verplempert!!! Für eine Sache an die ich nach 2Std. schon nicht mehr richtig glaubte aber trotzdem weitermachte. Grund war, dass der Konus es nicht schaffte die Hülse richtig aufzuweiten(1mm Wandstärke, eingesägt) und drehfest zu klemmen.


3. Nach langem Kampf mit vielen Anläufen und murren des Prüfers über meine( immer noch nicht geänderten) Türverkleidungen und Stossstange hat der 412 jetzt ab 9.4.10 ein "H"-kennzeichen.

 


 4. bei Ahnendorp  mit dem fetten Wölpen, der die ganze Rückbank braucht.

Motorgehäuse abgeben: aufbohren, Lagergasse spindeln, Nockenwelle und Lager vorbestellt.... mache ich schon seit Jahren bei dieser Firma. Kaum was zu meckern, ausser...ja, ausser mit den Preisen -issklar. Nach Jahren wiedermal da und schon alles viel teurer. Aber, wo auch nicht.

 Typ1 Stösselumbau in Typ4 machen die nicht mehr....??? Nee!  Da muss ich selbst ran. Irgendwann. Auf'm Rückweg Jo besucht - nach vielen Jahren; leider vergessen Bilder zu machen, shit. Man quatscht soviel.

 

LENKRAD Höhenschlag 

Gefühlte 20cm Höhenschlag hatte mein Lenkrad. Gemessene 1cm waren's. Grund ist die mittlerweile aufgeriebene Sperrbuchse aus Kunststoff.  Das eigentliche Lager ist Innen 2mm grösser als die Lenksäule. Dazwischen liegt die Kunststoffbuchse. Original nicht mehr erhältlich. Sperrbuchse wohl deswegen damit bei einem Lagerschaden des Kugellagers die Lenkung nicht sperrt und man somit nicht mehr lenken kann. Sie dreht sich dann in dieser Kunststoffbuchse.

Sie wird eigentlich von hinten(=Lenksäule ausbauen) montiert, aber es geht auch von vorn, nur muss man den erforderlichen  Bund nicht so gross machen, sonst schleift er am Sicherungsring. Für eure Nachbauten habe ich mal die Zeichnung eingefügt, denn messtechnisch ist es so unmöglich den inneren Durchmessers des Lagers festzustellen. Das ging nur mit einer Probehülse....oder, tja, die Lenksäule zerlegen.

Der benannte Durchmesser sollte etwas , also diese 24,04mm, grösser sein damit die Buchse Festsitz hat, sich nicht löst, die Welle dadurch etwas einklemmt und das Lager mitdreht wie es sein soll. In der Buchse drehen soll sich die Welle ja nur im Schadensfall.

 Als Material nahm ich TEFLON - ein selbstschmierender Kunststoff. Polyamid oder ein ähnlich harter, gut drehbarer Kunststoff ginge auch.

Eine Messingbuchse dagegen wäre die letzte Option. Die so hinzukriegen das sie stramm auf der Welle das Lager mitdreht, hätte im Schadensfall ein schwergängige Lenkung zur Folge. Macht man die Buchse mit Spiel, dreht sie sich sofort in der Buchse und nicht das Lager. Schwierig.

Und die alte Kunststoffhülse? Die liegt schon zerfleddert im Lenkrohr; macht nix - das untere Lager hat Dichtscheiben und diese Reste sind ja keine kleinen Metallspäne.

Aaalso:

Grob nach Aussendurchmesser ausgebohrt, auf einen 21,99 Dorn aufgezogen und gedreht.

 wurde sie dann eingebaut

Wie käme ich nur ohne Drehbank aus...????

Schön: Ein völlig neues Fahrgefühl. :-)

Scheisse :Der linke Blinker geht nicht ......   :-(         nochmal Lenkstockschalter raus. Warum auch  nicht, man. Iss ja nix neues.

 

100611

 


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